Stahl Haus Görlitz
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Stahlhaus Görlitz

Am Stadtrand von Görlitz steht ein äußerlich unscheinbares, aber kurioses Relikt aus den Anfängen des industriellen Bauens. Die Firma Braune & Roth – Fabrik für Geldschränke, Tresore und Stahlhausbau expandiert in den 1920ern zur Deutschen Stahlhausbau-Gesellschaft Leipzig. Die Außenwände des Hauses setzen sich aus einem Skelett aus Stahlträgern und daran befestigten Stahlplatten zusammen, die Bauzeit beträgt laut Prospekt nur 24 Tage. Äußerlich unterscheidet sich das Haus kaum von herkömmlichen Bauten seiner Zeit. Die innovative Konstruktionsart ist allerdings beispielhaft für die modernen Ansätze der Serienfertigung und Standardisierung im Bauwesen. Der Aufbau des Hauses begünstigt auch die Rettung vor dem Verfall. Es wird von einem Görlitzer wiederentdeckt, gekauft und kann kurzerhand in Einzelteilen zerlegt auf das eigene Grundstück umgesetzt und dort wieder aufgebaut werden – selbst der mintfarbene Anstrich schmückt heute wieder originalgetreu die Fassade.

Baujahr:

1927

Architekt:

Braune & Roth